WEINRITTER sind auch FRIEDENSRITTER

WEINRITTER sind auch FRIEDENSRITTER

Zu den Kernzielen des ORDO EQUESTRIS VINI EUROPAE zählen die Förderung und Pflege der Weinkultur und Weinwissenschaft, der Einsatz für die Europäische Wertegemeinschaft, für den gelebten Glauben, für die Philosophie, für eine Ritterliche Geisteshaltung und gelebte Freundschaft. Von allen Zielen und Aufgaben muss aber ein oberstes Anliegen herausgehoben werden, nämlich das Wirken für den Frieden. Es existiert sicherlich keine wichtigere Aufgabe in dieser Welt als der Erhalt des Friedens unter Wahrung der Menschenwürde. Die Ritterlichen Eidgenossen und Eidgenossinnen können aufgrund ihrer Struktur und ihrer europäischen Verankerung sehr wohl bis auf die internationale Ebene dafür Beiträge leisten, weil sie a priori über den trennenden Faktoren, wie Konfessionen, Parteipolitik, Wirtschaft und Standesinteressen stehen und ein internationales Freundschaftswerk pflegen.
Entsprechend klar definiert sich daher auch die Position der Weinritter als Friedensritter in unserer Gesellschaft. Konkret kann dieses Hauptanliegen im ORDO EQUESTRIS VINI EUROPAE sowohl durch das Wirken im persönlichen Bereich der einzelnen Eidgenossen und Eidgenossinnen als auch in periodischen, nationalen und internationalen Zusammenkünften realisiert werden.
Abstrakt wohnt den meisten Treffen der Eidgenossen und Eidgenossinnen der Aspekt eines FRIEDENSSYMPOSIONS inne, wie es die beiden Teile des Begriffes in ihrer Urbedeutung aussagen. Denn – Frieden, Freund und Freiheit besitzen dieselbe indogermanische Wortwurzel. Symposion bezeichnete im Griechischen ursprünglich ein „Trinken miteinander, unter Genossen“. Genossen, das sind Freunde, die gemeinsam genießen, und dabei Philosophisches erörtern
Im Mittelalter wurde vorrangig Gewaltfrieden angestrebt und dieses Ziel durch Kampf erreicht. Bis 1914 galt Krieg letztlich positiv als „Schule der Völker“, als „Stätte der Ehre“. Bertha von Suttner stellte sich mit ihrem Roman „Die Waffen nieder“ (1889) dem damaligen Zeitgeist entgegen und erhielt dafür den Friedensnobelpreis (1905). Die Ritterlichen Eidgenossen kämpfen mit ihren ideellen Mitteln für den Frieden, droht doch dort, wo man gemeinsam die Gläser hebt, kein Krieg. „Die Waffen nieder!“, der zum Slogan gewordene Buchtitel, lautet für den ORDO EQUESTRIS VINI EUROPAE transformiert: „Die Gläser hoch!“
EQUITES DE VINO sind EQUITES DE PACIS, d.h. Weinritter sind auch Friedensritter. Denn die oberste Mission der Europäischen Weinritterschaft besteht schlussendlich aus einem friedvollen Kreuzzug für die Menschen und für Europa! Ein Wirken für den Frieden unter Einbindung der Weinkultur in gesellige, niveauvolle Bildungs- und Kultur- und Festveranstaltungen, weil „Der Weinreichtum die Fruchtbarkeit des Friedens zeigt“.