Consulenwort 1994

DIE TRAUBEN KÜNDEN VOM WEINSTOCK

Warum kommt jemand zu einem Orden? Tritt man ohne oder mit eigener Motivation bei? Was kann man sich von einem Orden versprechen? Zu welchem Orden geht man?
All diese Fragen bedürfen einer umfangreichen Erklärung, welche die vorliegende Publikation bietet.
Einleitend soll hier der Schwellensatz zur Weinritterschaft festgehalten werden:

“Erst wenn Du den Neid besiegst und Dich für andere einzusetzen beginnst, wirst Du zum wahren ritterlichen Menschen.”

Zwischen dem faktischen und dem wahren, irrtumsfreien Eintritt in den Weinritterorden liegt: die Mehrung der Erkenntnisse, die Vervollkommnung des Menschseins und die Steigerung des Wissens sowie der Liebe zum edlen Wein. Somit können ein höherer Lebenssinn und eine faktische, gegenseitige Lebenshilfe im Weinritterorden erreicht werden.
Im 10. Bestandsjubiläum hat der Ritterliche Senat beschlossen, einen Ritter-Atlas als besondere Informationsquelle für alle Eidgenossen zu edieren. Dieses Nachschlagewerk – siehe Schriftenindex – möge Euch helfen, den richtigen Ritterlichen Weg zu finden und auch zu gehen.
Geht diesen Weg mit Weisheit, d. h. mit Neidlosigkeit, Furchtlosigkeit und Geduld. So wie die Zweige von der Baumwurzel, so wie die Trauben vom Rebstock künden, so sollte jeder einzelne Eidgenosse von der Mitte der Ritterschaft, dem edlen Wein mit seiner alten Kultur und Tradition, künden.
Der Wein ist der älteste und freudvollste Begleiter des Menschengeschlechts, er verbindet die Menschen und Völker auf einer noblen Ebene – er ist wahrlich würdig, besungen zu werden!

Der Wein erfreut des Menschen Herz, und Freude ist die Wurzel aller Tugenden.

„IN HONOREM DEI et IN HONOREM VINI“

Die Vorsitzenden des Ritterlichen Senates:

Consul Ladislaus Knoll & Consul Alfred R. Tombor-Tintera